Wassersportverein Emden von 1930 e.V.

Finn-Trophy auf dem Zwischenahner Meer

Ich habe im Vorfeld viel über das Revier und die Finn Trophy gehört. Die Einen sagten: „So wie Dümmer, nur kleiner.”, Andere meinten „Unberechenbares Binnenrevier mit zickigen Drehern”. Wieder andere sagten: „Bad Zwischenahn? Das kann man sich sparen!”.

Natürlich machte ich mich auf den Weg, um meine eigenen Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln und nach diesem Wochenende kann ich sagen, dass Bad Zwischenahn eine gewisse seglerische Herausforderung bietet und zumindest für mich einen starken Trainingseffekt hatte.

Doch der Reihe nach.

Im Schatten der Masters-WM in Punta Ala hielten sich die Meldezahlen für die Niedersächsische Landesmeisterschaft in Bad Zwischenahn ziemlich in Grenzen. Als dann noch ein Wetter-Forecast mit 4-6 Windstärken dazu kam, schrumpfte die Zahl der Meldungen sogar noch, da einige der Favoriten ihre Meldungen zurückzogen. Schade, denn es sollte ein tolles Wochenende werden.

Ich denke, dass ich wohl nicht übertreibe, wenn ich schreibe, dass wir an diesem Wochenende alle an unsere Grenzen gekommen sind. Sei es aufgrund der vielen Manöver, die nötig waren, um die zahlreichen Dreher auf der Kreuz und auf dem Downwind bestmöglich nutzen zu können oder wegen der schwierigen strategischen und taktischen Entscheidungen in Bezug auf Wolkenbilder und Gegner. Auch nicht ganz ohne war natürlich das freie Pumpen in allen Rennen und die damit einhergehenden Anstrengungen beim Hängen auf der Kreuz.

Erfahrene Finnsegler mögen nun sagen: “Ja ja – so wild wird das schon alles nicht gewesen sein.”, und vielleicht haben sie sogar recht, aber ich habe in den drei Jahren, die ich nun im Finn sitze, noch nie so viele Kenterungen an einem Wochenende erlebt, wie an diesem in Bad Zwischenahn. Dabei bin ich relativ überzeugt, dass die Kenterungen nur kaum auf das Können der Segler zurückzuführen waren. Das Wetter war einfach wild und so schickte uns die Wettfahrtleitung nach dem ersten Rennen zunächst wieder in den Hafen. Zum Glück ging nichts kaputt.

Gegen Abend ging es für einen zweiten Lauf wieder aufs Wasser. Wie die Ergebnisliste zeigt, waren wir hoch motiviert und produzierten zahlreiche Frühstarts, die durch Einzelrückrufe gekennzeichnet wurden. Ob da vielleicht der ein oder andere seine Grenzen austesten wollte? Hut ab, vor der Wettfahrtleitung, die keinen allgemeinen Rückruf durchführte, sondern die Frühstarter einzeln identifizieren konnte.

Überhaupt habe ich die Arbeit der Wettfahrtleitung als sehr solide empfunden. Ein großes Lob geht auch an den Club, die Gastro und die schöne Natur drumherum. Denn die Verpflegung im Rahmen der Meldung und auch das Mittagessen auf der Dachterrasse mit Blick aufs Wasser und ins Grüne waren wirklich erste Klasse.

Unterm Strich hatte ich ein schönes Wochenende, habe in Sachen Taktik mal wieder was gelernt und weiß nun: Ja, das Zwischenahner Meer ist ein bisschen wie ein kleiner Dümmer. Ja, hier gibt es Dreher und Kippen, die durchaus eine Herausforderung darstellen. Aber nein, sparen muss man sich die Finn Trophy deswegen nicht. Ich werde wiederkommen, denn ich finde, Bad Zwischenahn ist durchaus eine Reise wert. Nicht umsonst ist das Revier wohl Landesstützpunkt für den Segelsport in Niedersachsen.

Zwischenahner Meer Trophy Bild1 Zwischenahner Meer Trophy Bild 2

Traumhaftes Ostseesegeln bei der Norddeutschen Meisterschaft in Wismar

Es begab sich zu der Zeit, als die Einwohner Wismars sich längst von den Schweden befreit und die Wasserkunst der städtischen Trinkwasserversorgung bereits sehr viele Menschen in diese schöne Stadt gelockt hatten. Zum 11. und 12. Mai des laufenden Jahres ließen sich die Verantwortlichen des Yachtclub Wismar nach freundlicher aber intensiver Vermittlung durch Dirk Sievers und Jan-Heinrich Meyer von der Segelkunst der 39 Finn-Spezialisten in der landschaftlich wunderschön gelegenen Wismarer Bucht überzeugen. 

An dieser Meisterschaft nahmen die Emder Segler Frank Dinnebier vom WSU sowie Detlef und Gerd-Uwe Hillers vom WVE teil.

Auf dem Gelände des Yachtclubs wurden die Athleten samt Begleitung von dem sehr freundlichen Hafenmeister begrüßt und die Stellplätze für die Boote sowie die Übernachtungsplätze für die Wohnmobile, Busse, Hänger, Transporter und Kombis zugewiesen. Das Regattabüro mit den reizenden und hilfsbereiten Damen erstellte sofort nach dem Ceck-In eine Liste für die Teilnehmer des abendlichen Grillens in der Bootshalle und des sonntäglichen Frühstücks im Vereinsheim (je 5,-€), was die Mitglieder aus Gründen des Fachkräftemangels mit viel Liebe selbst organisierten. Der Wirt des vereinseigenen Restaurants war wohl über den Winter “abhanden” gekommen. 

Am Samstag um 11 Uhr war der Start zur ersten von 6 Wettfahrten, jeweils gut in der Zeit unter 50 Minuten, durch die hervorragende Wettfahrtleitung geplant. Die Regattabahn zwischen der Insel Poel und der Festung “Walfisch” war in 30 Minuten erreichbar. Einer unserer führenden Segler aus der Klasse hatte sich ein kleines Handicap an der Lenz-/Fontänenklappe eingebaut, welches ihn nicht ganz pünktlich zum Start erschienen ließ. Solidarisch mit dem Präsidenten, warteten wir anderen mit dem Signal-und Antwortwimpel auf sein Eintreffen. Während der Wettfahrten war das Handicap allerdings nur selten erkennbar, Claus Wimmer segelte wie immer in der Spitze mit.

Der Wind stellte sich ein mit 2-3 Beaufort aus Nord bis Nordost bei 17° Lufttemperatur und herrlichsten Segelbedingungen mit blauem Himmel und einer kleinen Welle. Meistens ging es über rechts, die Mitte war zu Beginn ebenfalls bespielbar. Da der Wind keine 10 Knoten produzierte, wurde auf das Rocken meistens verzichtet. Zwei Jury-Boote kontrollierten das Geschehen sehr genau und die schrille Pfeife ertönte einige Male. 

Durch die Teilnahme von André Budzien und Fabian Lemmel wurden uns mehrere Lehrstücke  in Bezug auf gutes Starten, Übersicht in der Startkreuz und den Windfinden bei Downwind vorgeführt, welche wir anderen tunlichst in unserem Werkzeugkasten griffbereit für die nächsten Einsätze in Erinnerung behalten sollten. Uwe Barthel und Oliver Bronke segelten gleichermaßen sehr gut mit Jan-heinrich Meyer in den Medaillenrängen.

Wenn das mit dem Werkzeugkasten so einfach abrufbar wäre………!?    

Am Ende hatten wir einen Super-Segeltag mit 4 Wettfahrten im Sack, so dass wir nach dem Aufstieg eines Nordclubs in die Bundesliga (der zweite folgte am Sonntag), nach dem Verköstigen von Grillwurst, Kartoffelsalat, Gemüse und einigen Bieren und ausreichendem Segler-Latein erschöpft und zufrieden früh schlafen gehen konnten.

Am Sonntag starteten wir um 10:30 Uhr bei steigenden Temperaturen und Winden aus Ost-Süd-Ost, erneut mit wunderbar ausgelegtem Kurs der Wettfahrtleitung. In der sechsten Wettfahrt war sogar Oscar mit an Bord, der die Boote nochmal ins Rollen brachte und die im Winter antrainierte Kondition auf die Probe stellte. Vorher durften wir einige Startübungen erledigen. Die schönen, kräftigen Dreher kamen wieder über rechts, was auch manche unerwartet gut nach vorne spülte. Schließlich waren André Budzien und Fabian Lemmel meistens auf und davon, nur Claus Wimmer und Frank Dinnebier konnten sie etwas ärgern.

Die genauen Ergebnisse sind im Anhang nachzulesen. Die Emder Segler waren sehr zufrieden mit ihren Ergebnissen. Alle Teilnehmer haben sich wohl gefühlt in Wismar und sich über ein tolles, intensives Segelwochenende gefreut, das gern im neuen Jahr um einen Tag erweitert werden kann.

Bei der Siegerehrung wurde u.a. Sekt, der gute Rotkäppchen, gereicht, der Fabian zu einer kleinen, nicht abgesprochenen, “bösen Dusche” für die verschreckt dastehenden Kollegen verleitete. Schön klebrig! Das wird irgendwann eine Revanche geben, Fabian! 

Der Wettfahrtleitung und den vielen Helfern wurde für Ihren Einsatz gedankt mit der Hoffnung, im neuen Jahr ein noch etwas größeres Feld auf diesem grandiosen Ostsee-Revier starten zu lassen. 

Wir kommen wieder!

Gerd-Uwe Hillers 

Zwischenahner Meer Trophy Bild1 Zwischenahner Meer Trophy Bild 2

Deutscher Segler Verband mit Schnupper-Segeln 2024
- 95 Schulkinder segelten auf dem Uphuser Meer -

Vom 04.-06.06.2024 hatte der Wassersportverein Uphuser Meer (WSU) Besuch vom Deutscher Seglerverband (DSV). 6 Trainer/-innen waren mit 6 Jugendbooten der Klasse „Laser-BUG“ und der Initiative „Seglerjugend-Roadshow, Segelsport vor Ort" zu Gast.

Auf Initiative vom Weser-Ems-Reviervertreter Detlef Hillers (WVE), der mit dieser Veranstaltung möglichst viele Kinder für den Segelsport begeistern möchte, wurde Segeln „unterrichtet“. In Zusammenarbeit mit den Grundschulen aus Emden und Hinte/Loppersum und den anderen Emder Segelvereinen wurden insgesamt 95 Drittklässler in 5 Gruppen mit einem Shuttlebus an das Uphuser Meer gefahren, um den Segel-Schnupperkurs über je 3 Stunden zu besuchen. Damit war die 3-tägige Roadshow des DSV restlos ausgebucht.

Zunächst konnten die Kinder an Land mit einigen Experimenten das Element Wasser näher kennenlernen, der Umweltgedanke kam dabei nicht zu kurz. Dann wurde anhand eines „Laser-Bug“ an Land die Segel-Theorie vermittelt. Einfache Begriffe wurden erklärt, bevor in einem Simulator mit einer Optimisten-Jolle die Bewegungen eines Segelbootes nähergebracht wurden.

Danach ging es mit Schwimmwesten ausgerüstet endlich auf das Wasser. Gesegelt und geübt wurde in den beschriebenen, besonders lagestabilen und sehr robusten Jollen für Anfänger. Betreut wurden die Kinder in direkter Nähe von dem Trainerteam des DSV, die die Jollen per Motorboot und SUP begleiteten. Am Mittwoch und Donnerstag blies der Wind teilweise mit 4-5 Beaufort, so dass die Schüler und Schülerinnen auch nass wurden und Kenterungen nicht ausblieben. Die Fotos geben einen kleinen Eindruck des Erlebten.

Alle Kinder hatten einen großen Spaß und konnten so kurz vor den Ferien eine Sportart kennenlernen, die nicht alltäglich ist. In einer abschließenden Fragerunde war die Resonanz so groß, dass fast alle Kinder diesen Sport bei einem der Emder Segelvereine im Rahmen einer Jugendwoche näher kennenlernen und weiter vertiefen möchten. Die DSV-Rodshow soll in einem Jahr wiederholt werden.



DSV Roadshow 2024 DSV Roadshow 2024 DSV Roadshow 2024 DSV Roadshow 2024 DSV Roadshow 2024

Ansegeln 2024

Am Samstag, dem 04. Mai, haben wir die Saison 2024 mit dem traditionellen Ansegeln eröffnet.
Wo noch ein Tag vorher Winterbekleidung erforderlich gewesen wäre, fanden sich nun bei herrlichstem Wetter am Vereinsheim „Am Marienwehrster Zwinger“ etliche Mitglieder und Freunde ein.
Nach einer Stärkung durch eine Erbsensuppe wurden von der zweiten Vorsitzenden, Katja Siemering, Ralf und Ina Brucke für jeweils 50 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt. Außerdem erhielten Anna, Marie und Sophie Hillers ein Präsent für ihre Erfolge bei nationalen und internationalen Regatten.
Nach den Ehrungen wurde die Vereinsflagge durch unsere Senioren gehisst und damit die Wassersportsaison 2024 eröffnet. In alter Tradition wurde das Vereinslied unter der Begleitung durch ein Keybord gesungen. Anschließend ging es in einem Bootskorso mit vielen schön geschmückten Booten mehrerer Wassersportvereine zum Kleinen Meer, wo dort durch den Segelverein Neptun (SVN) die Saison zusammen mit dem Emder Segelverein (ESV) und dem Wassersportverein Emden (WVE) mit einem dreifach „Goode Wind Ahoi“ eröffnet wurde.
Die nachfolgenden Fotos kommen von Elisabeth Brucke
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5. Emder Cleanup 2024

Einige engagierte WVE-Verenismitlieder haben sich an einer Gewässerreinigung der Emder Kanäle beteiligt. Wie zu sehen, war die "Angeltour" sehr ergiebig. Emder Cleanup Bild 1 Emder Cleanup Bild 1

Unsere Seglerinnen Sophie, Anna und Maria Hillers

Hier einige Zeitungsausschnitte unserer erfolgreichen Seglerinnen: Emder Sportlerehrung

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